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Windows Phone 7 war nur ein Zwischenschritt

Kernel-Wechsel schon im Vorfeld beschlossen
Aktuelle Geräte schon fast wieder veraltet. / Nokia
Vor wenigen Wochen hat Microsoft seine Zukunftspläne für das Windows-Phone-Betriebssystem vorgestellt. Was zuvor schon als Gerücht gehandelt wurde, bestätigte sich: Die für Windows Phone 7 produzierten Smartphones lassen sich nicht auf die neue Firmware Windows Phone 8 aktualisieren.
Stattdessen sollen die Geräte lediglich ein Feature-Update bekommen, das unter der Bezeichnung Windows Phone 7.8 veröffentlicht wird.

Mit Windows Phone 8 verabschiedet sich Microsoft von den letzten Rückständen des früheren Windows-Mobile-Betriebssystems. Basiert Windows Phone 7 nämlich noch auf dem Windows-CE-Kernel, der auch schon bei früheren Smartphones mit Microsoft-Software zum Einsatz kam, so kommt bei Windows Phone 8 der gleiche Kernel wie bei der Desktop-Variante von Windows 8 zum Einsatz.

Greg Sullivan, der Product Manager für Windows Phone bei Microsoft, räumte in einem Interview mit dem britischen Branchendienst Cnet ein, diese Vorgehensweise sei bereits seit mehr als zwei Jahren - und somit bereits vor der Markteinführung von Windows Phone 7 - geplant gewesen. Es habe keine Alternative gegeben, da Microsoft mit den früheren Windows-Mobile-Handys nicht mehr konkurrenzfähig gewesen sei und die Entwicklung von Windows Phone 8 zu lange gedauert hätte.

Windows Phone bislang nur mässig erfolgreich

Im Endeffekt hat sich Microsoft aber nun ein Eigentor geschossen. Windows Phone 7 wird zwar in Fachkreisen sehr gelobt und es gibt inzwischen eine sechsstellige Anzahl von Apps im Marketplace. Bei vielen Konsumenten ist das Windows Phone allerdings knapp zwei Jahre nach seinem Start noch nicht angekommen. Die Marktanteile bewegen sich noch immer im unteren einstelligen Bereich.

Nun wertet Microsoft seine Smartphones zwar einerseits deutlich auf, indem Windows Phone 8 zahlreiche neue Features erhält. Gleichzeitig werden aber Bestandskunden, die ihr Handy möglicherweise erst vor wenigen Wochen gekauft haben, verärgert, indem schon jetzt klar ist, dass die Geräte spätestens im Herbst nur noch mit einer veralteten Software betrieben werden können.

Die einzige Lösung ist ein Hardware-Upgrade, wobei wohl kaum ein Interessent bereit sein wird, nach nur wenigen Monaten erneut tief in die Geldbörse zu greifen, um erneut ein Smartphone zu kaufen. Immerhin hat Microsoft angekündigt, in absehbarer Zeit nicht erneut derart tiefgreifende Änderungen vorzunehmen. Zudem sollen die Besitzer eines Smartphones mit Windows Phone 8 mindestens 18 Monate lang Software-Updates erhalten. Für Besitzer eines Handys wie dem Nokia Lumia 900 oder dem HTC Titan ist das indes kein Trost.

(bert/teltarif.ch)
publiziert: Donnerstag, 5. Juli 2012 / 14:19 Uhr , aktualisiert: Donnerstag, 5. Juli 2012 / 14:19 Uhr

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