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Werbebanner in Apps verbrauchen zu viel Strom

Mehr Energieeffizienz gefordert
Beispiel Angry Birds: Werbebanner in Apps fressen zu viel Strom. (Teltarif)
Bis zu 75 Prozent des Energieverbrauchs bei Apps wird gar nicht von der eigentlichen App verursacht, sondern von den eingeblendeten Werbebannern. Zu diesem Ergebnis kommt eine Untersuchung der Purdue University in Zusammenarbeit mit Microsoft. Das Magazin The Verge berichtet von dem Test, bei dem fünf populäre Android-Apps verwendet wurden.
Das Test-Team hat dazu den so genannten «EProf» entwickelt, der genau den Akkuverbrauch einer Android-App erfassen kann. Dabei wird jeder Thread, den die App ausführt, separat protokolliert zusammen mit dem jeweiligen Akkuverbrauch. Der Test fand auf einem Google Nexus One mit Android 2.3 statt.

Werbebanner und Nutzer-Tracking fressen den Akku

Eine der ersten Apps, die zum Test antreten musste, war das beliebte Gratis-Spiel «Angry Birds». Schon beim Spielen des ersten Levels stellten die Tester fest, dass weniger als 30 Prozent des Energieverbrauchs vom eigentlichen Spiel verursacht wurde. Die restlichen 70 Prozent gingen für die Standortbestimmung und den Upload von Nutzerinformationen drauf. Auch das Herunterladen der personalisierten Werbebanner war in diese 70 Prozent einzurechnen. Für jedes Level wurden wieder neue Banner angezeigt, was den Energieverbrauch weiter anheizte.

Ein ähnliches Ergebnis konnten die Tester bei «FreeChess» aufdecken. Auch hier beanspruchten die werbungsrelevanten Prozesse rund 70 Prozent des Energieverbrauchs. Aber auch Anwendungen ohne eingeblendete Werbung schlucken für nicht relevante Prozesse zuviel Energie, wie das Team feststellen konnte: Sowohl der Android-Browser als auch die App der «New York Times» verschwendeten 15 Prozent ihres Akkuverbrauchs für Aktivitäten wie das Nutzer-Tracking.

Ziel: App-Entwickler müssen mehr auf Energieeffizienz achten

Die Tester legen Wert darauf, dass es ihnen bei der Veröffentlichung dieser Werte nicht darum ging, einzelne Apps oder gar Werbeagenturen an den Pranger zu stellen. Sie wollten lediglich auf die Notwendigkeit hinweisen, dass Entwicklungsumgebungen bereitgestellt werden, mit denen App-Entwickler energieeffizientere Apps programmieren können.

Bei Android-Apps sei es völlig unnötig, dass diese momentan soviel Energie verbrauchen - das läge einzig und allein an einer mangelhaften Programmierung. Um hier etwas Hilfestellung zu geben, wollen die Tester das EProf-Tool demnächst unter einer Open-Source-Lizenz veröffentlichen. Ausserdem arbeitet das Team zusammen mit Microsoft daran, EProf auf Windows Phone zu portieren, um auch auf dieser Plattform Informationen über den Energieverbrauch von Apps zu sammeln.

(Alexander Kuch/teltarif.ch)
publiziert: Sonntag, 25. März 2012 / 19:14 Uhr , aktualisiert: Sonntag, 25. März 2012 / 19:29 Uhr

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