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Otto Ineichen rettet Softwarefirma Miracle

Langenthal - Die Nachfolgegesellschaft des insolventen Software-Unternehmens Miracle kann gegründet werden. Die Verhandlungen mit den für einen Start nötigen Software-Entwicklern waren erfolgreich. Es seien genügend Informatiker an Bord, gab Peter Fehlmann vom Gründerteam am Freitag bekannt.
Das neue Unternehmen will die Software, die laufenden Projekte, die Kunden und Teile der Miracle-Angestellten übernehmen. Finanziell gesichert werde es durch eine Gruppe von Geldgebern um den Unternehmer und Hauptinvestor Otto Ineichen, sagte Fehlmann.

Die Gruppe hatte sich bis Freitagnachmittag Zeit gegeben, um ausreichend Entwickler der Miracle anzuheuern, die bereits bei Konkurrenten unterschrieben hatten. Man habe mindestens 25 Informatiker, darunter die sieben bis acht Schlüsselentwickler, sagte Fehlmann auf Anfrage. Ohne diese wäre das Projekt gescheitert.

Die Zusagen seien am Nachmittag tröpfchenweise gekommen, sagte Franco Dal Molin vom Gründerteam. Mit einigen Informatikern habe man temporäre Vereinbarungen getroffen. Kleinere Löcher würden zwar bleiben, aber diese könne man stopfen, gab sich Dal Molin überzeugt.

Insgesamt werde die neue Firma 70 bis 90 Angestellte beschäftigen, sagte Fehlmann. Die Firma solle so schnell wie möglich gegründet werden. Laut Dal Molin wird das neue Unternehmen am Montag den Betrieb aufnehmen.

Als Verwaltungsratspräsident sei Ineichen vorgesehen, sagte Fehlmann. Mit dem designierten Geschäftsführer fänden noch die letzten Verhandlungen statt. Der Sitz des Unternehmens werde in Langenthal BE bleiben.

Detaillierte Angaben zu Namen, Organisations- und Beteiligungsstruktur sowie zu Management, Verwaltungsrat und Strategie würden nächste Woche bekannt gegeben, hiess es weiter.

Unterdessen hat Miracle am Freitagnachmittag beim Amtsgericht in Aarwangen BE ein Gesuch um Nachlassstundung eingereicht. Dies sagte Miracle-Berater H. Georg Hahnloser der Nachrichtenagentur Reuters. Zudem habe er eine mündliche Vereinbarung mit Otto Ineichen getroffen.

Damit könnten die Rechte an der Software xrp an die neue Gesellschaft abgetreten werden. Da die Vereinbarung erst mündlich sei, könne er dazu nichts Weiteres sagen. Ineichen hatte am Donnerstag vor den Medien in Langenthal gesagt, die Frage der Rechte an der Miracle-Software seien gelöst.

Zum Kursverlauf der Miracle-Aktien an der Schweizer Börse sagte Hahnloser, dies sei «blödsinnige Spekulation». «Die Aktie ist ein Nonvaleur.» Die Aktionäre hätten nichts mehr zu erwarten. «Die Passiven übersteigen die Aktiven bei Weitem», sagte Hahnloser.

An der Schweizer Börse stürzten die Miracle-Aktien nach dem raktetenartigen Kursverlauf der letzten Tage am Freitag ab: Die Titel rutschten um 42,9 Prozent tiefer auf 19,4 Franken. Der Spekulationsblase geht nach Ansicht von Analysten die Luft aus.

Allerdings sei sie noch nicht vollends geplatzt, heisst es im Markt, aber lange könne es nicht mehr dauern. Die Schwankungen der letzten Zeit seien rein spekulativ gewesen, glauben die meisten Beobachter. Am Donnerstag waren die Aktien noch um satte 142,9 Prozent auf 34 Fr. in die Höhe geschossen.

Investoren hätten wohl auch auf den Erlös der reinen Börsenhülle von Miracle spekuliert, hiess es. Offenbar sei manchen aber jetzt erst klar geworden, dass Miracle selbst auch bei Zustandekommen der neuen Nachfolgegesellschaft vor dem Aus stehe, sagte ein Analyst.

Die Miracle selber würden wahrscheinlich nach der Erklärung der Zahlungsunfähigkeit dekotiert werden. Auch für Daytrader sei langsam die Zeit gekommen, aus dem Titel auszusteigen, hiess es im Markt.
(sda)
publiziert: Freitag, 3. November 2000 / 18:47 Uhr , aktualisiert: Freitag, 3. November 2000 / 21:47 Uhr
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