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IT-Abteilungen sind keine Innovationsmotoren mehr

Prioritätensetzung
Falsche Prioritätensetzung oft schuld für fehlende Geschäftsoptimierung. (Archivbild) (EQ Images)
München/Berlin/Düsseldorf - Unternehmen in Deutschland mangelt es an einer schlagkräftigen IT, die sich nicht nur als Dienstleister, sondern als Innovationsmotor positionieren kann. Der Grund für diese Entwicklung sind Ziel- und Steuerungssysteme der meisten IT-Abteilungen, die einer Studie von Pierre Audoin Consultants (PAC) jedoch nicht dafür ausgelegt. Innovationen bleiben somit zwangsläufig auf der Strecke.
Die in vielen Unternehmen anstehende digitale Transformation hat die Diskussion um die Rolle interner IT-Organisationen neu entfacht. Entsprechend wachsen die Ansprüche an die Geschäftskompetenzen der IT-Führungskräfte in Unternehmen - etwa für Cloud Computing, Social Media, Mobile Business oder intelligente Datenanalysen.

IT-Organisationen müssen ihre Daseinsberechtigung unter Beweis stellen, die aufgrund der Outsourcing-Diskussion oft angezweifelt wurde, sagt PAC-Analyst Andreas Stiehler. Dazu müssten sich heutige IT-Abteilungen jedoch als echte Dienstleister und Innovationsmotoren profilieren. Wichtig seien dabei Parameter wie Service-Qualität, End User Experience und die Steigerung des Unternehmenswertes. Doch von dem Leitbild der IT als Innovationsmotor sind die meisten internen IT-Organisationen laut PAC meilenweit entfernt.

Oft zur Kostenstelle degradiert

Das Fazit der Experten fällt deutlich aus. Die meisten IT-Abteilungen in deutschen Unternehmen präsentieren sich auch heute noch eher als Kostenstelle, deren Aktivitäten darauf gerichtet sind, eine hohe Verfügbarkeit und Kosteneffizienz im IT-Betrieb zu gewährleisten. Laut Stiehler liegt eines der Hauptprobleme darin, dass die Optimierung von Geschäftsprozessen oder die Förderung geschäftlicher Innovationen bei den selbstgesteckten Entwicklungszielen leider erst ganz am Ende der Skala rangieren.

«Fühlen sich die Fachbereiche von der internen IT nicht angesprochen, nehmen sie eben selbst das Heft des Handelns in die Hand», so Stiehler. Selbst bei traditionellen IT-Domänen, wie der Entwicklung von IT-Lösungen für die Fachbereiche, sitzt die IT in der Mehrheit der Unternehmen zwar mit am Tisch, ist aber nicht mehr Hauptentscheider oder Projektleiter. Ihr bleibt allenfalls oft nur eine beratende Funktion.

Diese riskante Entwicklung birgt laut den Fachleuten die Gefahr für IT-Wildwuchs oder weitere Inseln in der IT als Folge von Einzelinitiativen der Fachbereiche. Ohne Steuerung durch die IT-Abteilung bei der anstehenden digitalen Transformation führt dies laut PAC zwangsläufig zu suboptimalen Ergebnissen und damit zu einem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit des gesamten Unternehmens.

Mehr macht für CIOs gefordert

«In den vergangenen knapp zehn Jahren hat man die IT nur unter dem Gesichtspunkt der Kostenreduktion betrachtet», bestätigt auch Udo Nadolski vom IT-Beratungshaus Harvey Nash http://harveynash.com/de in Düsseldorf. CIOs seien nur damit beauftragt worden, das vorhandene Rüstzeug zu optimieren und die IT als Dienstleistung so kostengünstig wie möglich bereitzustellen.

«Wenn Mitarbeiter morgens ins Büro kommen, erwarten sie, dass das Telefon funktioniert. Genauso betrachtet man auch die IT. Notebooks und Netzwerkverbindungen müssen einwandfrei laufen und Applikationen sollten abrufbar sein. Und das Ganze so preisgünstig wie möglich», weiss Nadolski. Innovationen oder neue Geschäftsmodelle auf Basis der IT blieben so jedoch auf der Strecke. In der Folge geben die Fachabteilungen den Ton an, was als nächstes an Geschäftsmodellen am Markt angeboten wird. CIOs sollten gestärkt werden.

 

 

(tafi/pte)
publiziert: Freitag, 29. November 2013 / 18:40 Uhr , aktualisiert: Freitag, 29. November 2013 / 18:37 Uhr
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