Wie Intel seine Zukunft retten will
publiziert: Mittwoch, 5. Okt 2011 / 10:25 Uhr / aktualisiert: Mittwoch, 5. Okt 2011 / 11:12 Uhr
UltraBooks wie dieses Asus sollen der erste Schritt in eine ultra-mobile Zukunft von Intel sein.
UltraBooks wie dieses Asus sollen der erste Schritt in eine ultra-mobile Zukunft von Intel sein.

Intel ist und bleibt der führende Herstelle von Mikroprozessoren auf der Welt. Doch die letzten vier Jahre haben einen dramatischen Umbruch des Computing mit sich gebracht und der Quasi-Monopolist Intel sah sich plötzlich mit neuen Märkten konfrontiert, die er praktisch kampflos Konkurrenten überlassen musste: Bis heute gibt es noch praktisch kein Tablett oder Smartphone, das mit Intel-Power läuft.

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Vor zwei Wochen zeigte Intel an seinem grossen Entwicklertreffen in San Franciso, wie der Weg aus der drohenden Krise aussehen soll. Die dort verkündete Taktik wurde nun auch in Europa auf verschiedenen Presse-Events vorgestellt. Und auch wenn der Gigant momentan etwas wackelt, gibt es gute Gründe, Intel auch im Ultra-Mobilen Bereich nicht abzuschreiben.

Ultra-Books zu Weihnachten

Doch als erstes will Intel der Konkurrenz eines seiner besten Kunden einen Schub verleihen. Mit der neuen Kategorie der sogenannten UltraBooks sollen die etablierten PC-Hersteller mit Windows 7 und bald Windows 8 ausgestatteten Edel-Laptops erschwingliche und attraktive alternativen zu Apples Kult-Laptops bieten.

Dazu beitragen sollen in erster Linie die neuen «Ivy Bridge» Prozessoren, die bei Spitzenlasten nur noch einen Viertel der Energie bisheriger Notebook-Prozessoren konsumieren und bei üblichen Anforderungen den Prozessor viel weiter hinunter takten kann, als dies bisher möglich war.

Möglich wird dies durch die neue 22 Nanometer-Architektur und reineres Silzium, dass diese Flexibilität erst möglich macht. Die niedrigere Verlustenergie macht schlankere Gehäuse, kleinere oder keine Lüfter und längere Batterielaufzeiten möglich. Doch das alleine reicht Intel - und vermutlich auch den Kunden - noch nicht.

Bereits mit Windows 7 soll das Aufwecken des Systems aus dem Sleep-Modus in nur 7 Sekunden möglich sein. Noch erfreulicher: Alle Mail-Konten, Twitter-, Facebook und Google+-Accounts sind dann up to date, denn die neue Prozessor-Generation wird die Updates während dem Stand-By des Computers runter laden.

Zu allem werden auch noch diverse Sicherheitsfeatures integriert, wie ein RSA-Key-Generator, der auf der Hardware-Ebene sichere Keys erstellt, und die mit McAfee zusammen entwickelte DeepSafe Technologie, die Ausserhalb des Betriebssystems eine Viren, Rootkit- und Zero-Day-Exploit-Abwehr ermöglichen soll.

Haswell am Horizont

Während die oben beschriebenen Goodies (und noch ein paar weitere, wie zum Beispiel die superschnelle «Thunderbolt»-Datenschnittstelle, die Apple bisher exclusiv hatte) bereits im letzten Quartal dieses Jahres in den neuen UltraBooks erhältlich sein werden, und auch wenn diese schon eine wesentlich bessere Performance bieten werden, soll die nächste Generation von Intel-Prozessoren, die 2013 erscheint, einen Riesensprung nach vorne bieten.

Geschuldet ist dies einerseits den in der neuen 13-Nanometer-Technik hergestellten CPU's, andererseits einer Komponenten-Übergreifenden Anstrengung, die alles - vom Display bis zu den Memory-Chips auf die optimale Effizienz trimmt und die Effizienz auf das 20fache erhöhen soll. Was das bedeutet? 10 Tage Standby und ein ganzer Tag Arbeit mit einer einzigen Batterieladung.

Nach UltraBook ultra-mobil?

Dass solche Prozessoren dann auch genug effizient für Tablets und Smartphones wären, ist klar. Doch scheinbar will Intel bereits früher eine ernsthafte Offensive in dieses von ARM, Qualcomm und Nvidia gehaltene Terrain machen. Darauf deuteten einerseits am letzten Microsoft-Event herumgereichte Tablets mit i5-Prozessor hin, auf denen Windows 8 lief, als auch Smartphones am Intel-Summit, die ebenfalls ein Intel-Herz hatten und zu guter Letzt die Vereinbarung von Google und Intel, dass Android für die Intel-Architektur optimiert werden solle.

Wann genau also Android-Gerät mit Intel inside heraus kommen sollen, wird noch geheim gehalten, aber die Tatsache, dass Intel-Mann Andrea Toigo meinte, dass er zwar ein Datum wisse, den Journalisten aber töten müsste, wenn er ihm dieses sage, deutet darauf hin, dass es kein ganzes Jahr mehr dauern dürfte - wenn Intel es schafft, die eigenen Zielvorgaben einzuhalten.

Jenseits des Hoizonts aber schon in Griffweite

Die Zusammenarbeit von Intel mit den Kernphysikern des CERN deutet auf das hin, was in mehr als fünf Jahren kommen wird. Statt von 4, 6 oder 10 Prozessor-Kernen wird dort bereits mit hunderten von Prozessor-Kernen gearbeitet, die mit den Standard Programm-Tools von Intel in der Lage sind, die gut 20 Petabytes von jährlich anfallenden Daten zu verarbeiten. Zumindest in dieser Prozessor-Umgebung scheint die Angst vor Multi-Core unbegründet zu sein, denn die geleistete Arbeit nimmt linear mit der Anzahl eingesetzter Prozessor-Kerne zu.

Diese Parallelisierung und die von Intel schon praktisch demonstrierte Near Threshold Technology, die es ermöglicht, die Spannung im Prozessor auf einen Fünftel zu reduzieren, wobei die Frequenz bis zum Faktor 10 nach den Anforderungen variiert werden kann, sollen es erlauben, in einem Smartphone 2017 die Rechenleistung zu konzentrieren, welche heute noch ein ganzes Server-Rack erfordert.

Wofür wir dies brauchen? Das wissen wir zwar noch nicht, aber wenn uns vor 10 Jahren jemand gesagt hätte, dass wir heute vor Multicore-Telephonen mit HD-Displays und 3-D Kameras in den Geschäften stehen würden, hätte man uns auch gefragt, ob wir eigentlich noch bei Trost seien. Manche Fragen werden erst beantwortet, wenn sie gestellt werden können. Dafür aber sehr überzeugend.

(et/news.ch)

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