Open webOS: Wenig Chancen für mobiles Betriebssystem
publiziert: Montag, 30. Jan 2012 / 09:58 Uhr / aktualisiert: Montag, 30. Jan 2012 / 10:22 Uhr
webOS TouchPad.
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Laut Experten kommt die Quellcode-Offenlegung von webOS, die im September erfolgen soll, zu spät. Für HP sehen Sie keine grossen Chancen mehr.

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Hewlett-Packard (HP) wagt den lange erwarteten Schritt und wird das mobile Betriebssystem als Open-Source veröffentlichen. Während das Application Framework unter dem Titel «Enyo 2.0» als auch die Entwicklertools bereits verfügbar sind, folgt die erste quelloffene Version des Systems erst im September. Zu spät, findet Jürgen Vielmeier, Fachblogger des Portals Basic Thinking http://basicthinking.de , im Gespräch mit pressetext. Er sieht für die einst von Palm entwickelte Software nur noch wenig Chancen, sich zu etablieren.

HP hat Momentum verpasst

WebOS blickt auf eine lange Geschichte an Pannen, Verzögerungen und verfehltem Marketing zurück. Diese gipfelte vergangenen Sommer im sogenannten «Fire Sale». In einer überraschenden Aktion verkaufte HP alle noch verfügbaren Bestände des «TouchPad»-Tablets zum Ramschpreis. Dies sorgte einige Wochen lang nicht nur für eine hohe Anzahl neuer Touchscreen-PC-Besitzer, sondern auch für einige Aufmerksamkeit.

Dem folgte jedoch langes Schweigen und Unklarheit bezüglich der Zukunft des Betriebssystems. Obwohl HP trotz des TouchPad-Abverkaufs an webOS festhalten wollte, schwand das Vertrauen der Nutzer. Sehr bald begannen erste Enthusiasten damit, Googles Mobile-OS Android an die Hardware des webOS-Tablets anzupassen - sogar eine Prämie wurde ausgeschrieben. Das Momentum verstrich ungenutzt.

Kein Platz am Markt

«Ich weiss nicht, was da so lange gedauert hat», sagt Vielmeier im Interview mit pressetext. Über die Verzögerungen kursieren viele Gerüchte, unter anderem soll HP zwischenzeitlich versucht haben, das Betriebssystem zu verkaufen. Jetzt, ein halbes Jahr nach dem Fire Sale, ist die Luft draussen, findet der Experte.

«Im September ist dann wieder ein Dreivierteljahr vergangen, das ist in der mobilen Welt eine Ewigkeit», erklärt der Blogger. Eine Zukunft für webOS im Mainstream schliesst er aus, lediglich ein Nischendasein hält er für möglich. «Es gibt iOS, Android und Windows Phone. Das sind die grossen Drei. Daneben hat RIM mit BlackBerry noch eine kleine Chance und Intel möchte Tizen etablieren. Ich frage mich, wo da noch Platz für webOS sein soll?»

Pleiten, Pech und Pannen

Die Langatmigkeit im Vorgehen von HP passt jedoch zur Geschichte des Betriebssystems. Das erste webOS-Gerät, das Smartphone «Palm Pre» wurde im Januar 2009 auf der Elektronikmesse CES vorgestellt und gewann dort den «People's Choice»-Award. Die Markteinführung in den USA erfolgte jedoch erst am 6. Juni des Jahres, zwei Tage bevor Apple das iPhone 3GS präsentierte.

Das neue Telefon aus Cupertino war zudem noch im gleichen Monat auch in Europa zu haben, wo das Konkurrenztprodukt von Palm erst im Herbst ankam, als Google die Version 2.0 von Android veröffentlichte. Über die Ursache für den langen Zeitraum zwischen Ankündigung und Veröffentlichung kann nur gerätselt werden. «Die Nachfolger des ersten Pre wurden zudem wieder sehr schnell vom Markt genommen», erklärt Vielmeier.

Ähnlich erging es auch dem ersten - und womöglich auch letzten - webOS-Tablet. Angekündigt wurde das Gerät am 9. Februar 2011, am Markt landete es jedoch erst Anfang Juli. «Ich vermute technische Gründe für die Verspätung. Gerüchteweise soll webOS auf anderen Geräten performanter gewesen sein, als auf dem TouchPad», so der Fachmann. «Ich sehe nur wenig Chancen für 'open webOS', zumal das Betriebssystem bis heute nie einen Marktanteil von mehr als einem Prozent erreichen konnte.»

(knob/pte)

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