Starke Partnerschaft
Intel relativiert «unfertiges» Windows 8
publiziert: Freitag, 28. Sep 2012 / 10:41 Uhr
Die Aussage von Paul Otellini wurde nicht direkt dementiert. (Archivbild)
Die Aussage von Paul Otellini wurde nicht direkt dementiert. (Archivbild)

Die Aussage von Intel-Chef Paul Otellini, Windows 8 komme in «nicht fertigem» Zustand auf den Markt, wird dem langjährigen Software-Partner Microsoft wohl kaum geschmeckt haben. Nun rudert der Chip-Hersteller zurück.

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Heute hat Intel eine Erklärung veröffentlicht, in der das Unternehmen die Aussagen seines Chefs Paul Otellini relativiert. Die Medienberichte über das Treffen Otellini's mit Mitarbeitern in Taipei (Taiwan) seien völlig «unbegründet». Unbekannt bleiben wollende Teilnehmer des Treffens hatten darüber berichtet, laut Ottelini sei Windows 8 noch gar nicht fertig. Das Betriebssystem benötige noch immer Verbesserungen; Microsoft könne diese noch vornehmen, wenn die Software bereits ausgeliefert sei. Ein Analyst hatte sich laut Medienberichten schon Mitte September beim Intel Developer Forum «besorgt» über die Zahl der Bugs in Windows 8 geäussert.

Intel will erfolgreiche Zusammenarbeit mit Microsoft fortsetzen

In der neuesten Erklärung heisst es, dass aus der fruchtbaren Zusammenarbeit ein erfolgreiches «Erbe» entstanden sei. Man habe dem Anwender stets Geräte geboten, die «tolle Erlebnisse, eine erstaunliche Leistung und eine überlegene Kompatibilität» gebracht hätten. Die Zusammenarbeit wurde im Volksmund lange als WINTEL-Monopol (aus WINdows und INTEL) bezeichnet. Intel erwarte, dass man diesen Weg mit Windows 8 fortsetzen werde.

Intel, Microsoft und die Partnerfirmen hätten sehr eng zusammengearbeitet, um dem Nutzer eine qualitativ möglichst hochwertige Nutzererfahrung zu bieten mit den rund 200 neuen Geräten, die ab Oktober mit Windows 8 auf den Markt kommen. In der heutigen Mitteilung sagt Paul Otellini: «Windows 8 ist eines der besten Dinge, die Intel je passiert sind». Der Intel-Chef betonte die Wichtigkeit des neuen Microsoft-Betriebssystems im Hinblick darauf, dass immer mehr Geräte mit Touchscreen die alltägliche Computer-Benutzung verändern werden. Dies sei verbunden mit einer grossen Welle neuer Ultrabooks, Tablets und Convertibles, die demnächst auf den Markt kommen.

Direkt dementiert hat Otellini seine frühere Aussage übrigens nicht - die heutige Mitteilung ist wohl eher der Versuch, versöhnliche Worte zu finden und den klassischen PC-Nutzern das ungewohnt zu bedienende Windows 8 nicht ganz und gar auszureden.

(bert/sda)

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