Führungschaos bei HP
publiziert: Donnerstag, 22. Sep 2011 / 14:29 Uhr / aktualisiert: Donnerstag, 22. Sep 2011 / 21:06 Uhr
Léo Apothekers Position bei Hewlett-Packard wackelt.
Léo Apothekers Position bei Hewlett-Packard wackelt.

Der weltgrösste Computer-Hersteller Hewlett-Packard kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus: Nun heisst es, dass der umstrittene Konzernchefs Léo Apotheker gehen muss.

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Damit droht HP in eine Führungskrise zu schlittern, die angesichts der aktuellen Lage des mitten im Umbau befindlichen Konzerns bedrohlich werden könnte. Laut US-Medienberichten beriet gestern der Verwaltungsrat über eine Entlassung des deutschen Konzernchefs Apotheker. Auch Stunden später wurden keine Entscheidungen bekannt.

Vor dem Treffen hatten unter anderem das Wall Street Journal und die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet, das Aufsichtsgremium erwäge, den ehemaligen SAP-Chef Apotheker vor die Tür zu setzen. Eine Kandidatin für die Nachfolge sei die frühere Chefin der Online-Handelsplattform Ebay, Meg Whitman. Den Informationen zufolge gibt es zumindest eine starke Fraktion, die einen Chefwechsel will.

Apotheker hatte vor einigen Wochen - mit Rückendeckung des Verwaltungsrates - einen drastischen Strategieschwenk angekündigt. Er will die PC-Sparte abstossen und auf das Geschäft mit Software setzen. Dafür kauft HP den britischen Software-Spezialisten Autonomy. Diese Ankündigung löste einen massiven Kurseinbruch aus. Zum einen ist die Computer-Sparte von Hewlett-Packard die grösste der Welt und arbeitet trotz relativ niedriger Rendite mit Gewinn. Probleme hat der Hersteller vor allem im Privatkundengeschäft. Zum anderen wurde der Preis von gut zehn Milliarden Dollar für Autonomy als zu hoch kritisiert.

Für Aufsehen sorgte auch die Entscheidung, dass HP webOS aufgeben will. HP hatte den webOS-Entwickler und PDA-Hersteller Palm vor etwas mehr als einem Jahr übernommen und zunächst grosse Pläne mit dem neuen Betriebssystem. Allerdings lief das Geschäft nicht wie erwartet an, weshalb HP den Ausstieg beschloss und seine webOS-Geräte, darunter auch das HP Touchpad, zu Ramschpreisen auf den Markt warf.

Auf der Suche nach einem Nachfolger

Apotheker hatte am 1. November vergangenen Jahres das Ruder bei HP übernommen, nachdem sein populärer Vorgänger Mark Hurd wegen einer undurchsichtigen Affäre mit einer externen Mitarbeiterin gehen musste. Er arbeitet jetzt für den Software-Konzern Oracle.

Die Aktionäre sind unzufrieden: Seit Apotheker an der Spitze steht, verlor die Aktie fast die Hälfte ihres Werts. Die Nachricht, dass er vielleicht gehen muss, liess den Kurs um fast sieben Prozent steigen.

Es ist unklar, inwieweit HP die jüngsten Entscheidungen zum Strategiewechsel überhaupt noch zurückdrehen könnte. Die Übernahme von Autonomy dürfte kaum noch zu stoppen sein. Bei der Trennung von der PC-Sparte betonte HP selbst immer wieder, dass noch nichts endgültig entschieden sei.

Sollte Apotheker tatsächlich gehen müssen, wäre das für ihn schon der zweite Tiefschlag in Folge. Bei SAP hatte er den Spitzenposten nach Differenzen mit Gründer Hasso Plattner ebenfalls nach weniger als einem Jahr als alleiniger Firmenchef räumen müssen. Mitarbeiter des Unternehmenssoftware-Spezialisten aus Walldorf sagen Apotheker einen schroffen Führungsstil nach.

Meg Whitman wurde in der Branche allerdings auch nicht als geeignete Kanditatin empfunden. Analysten verwiesen darauf, dass sie als Chefin eines Internet-Unternehmens kaum Erfahrung mit den Geschäftsbereichen von HP habe und auch noch nie einen kriselnden Grosskonzern reformieren musste.

(Marie-Anne Winter/sda)

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